GEO (Generative Engine Optimization, oft synonym zu AEO verwendet) und SEO teilen einen Großteil ihrer technischen Grundlagen — Geschwindigkeit, sauberes HTML, hochwertiger Inhalt — unterscheiden sich aber darin, was "gewinnen" wirklich bedeutet.
SEO: Optimierung für den Klick
Klassisches SEO optimiert dafür, oben in einer Liste von Links zu erscheinen, die der Nutzer durchscrollt und anklickt. Erfolg wird in Position und CTR gemessen.
GEO: Optimierung für die Zitierung
Ein generatives System zeigt keine Liste: es fasst eine Antwort zusammen und zitiert (manchmal) 2-3 Quellen. Erfolg wird gemessen an "wurde ich erwähnt?", "an welcher Position im Vergleich zu Mitbewerbern?", "mit welchem Sentiment?" — neue Kennzahlen, die klassisches SEO nie erfasst hat.
Die praktischen Unterschiede
- Keywords vs. Fragen: GEO denkt in echten Fragen ("was ist die beste Verwaltungssoftware für Pensionen") statt in isolierten Keywords.
- Meta-Beschreibung vs. direkte Antwort: die Meta-Beschreibung dient dazu, den Klick zu gewinnen; der erste Absatz muss direkt antworten, denn das ist es, was ein LLM extrahiert.
- Backlinks vs. Entity Consistency: Backlinks bleiben relevant, aber die Konsistenz von Marke/Daten über die Seiten hinweg wiegt mehr für ein System, das verstehen muss, wer du bist, nicht nur dich einzuordnen.
Man muss sich nicht entscheiden
Die beiden Disziplinen stehen nicht im Widerspruch: eine technisch solide, gut strukturierte Website hilft beiden. Das Risiko besteht darin zu glauben, "wir haben SEO schon gemacht" bedeute automatisch, für KI-Systeme bereit zu sein — das ist oft nicht der Fall.